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Elyes FerchichiWebdesign Bremen

Ratgeber

Hochzeit

Was gehört auf eine Hochzeitswebsite? Inhalte, Zeitplan und Checkliste

Eine Hochzeitswebsite ersetzt den Zettel in der Einladung, das Nachfragen per WhatsApp und die Excel-Liste mit den Zusagen. Hier steht, welche Inhalte Pflicht sind, was Kür ist, wann die Seite online sein sollte und worauf Sie beim Datenschutz achten müssen.

von Elyes Ferchichi 8 Min. Lesezeit
Hochzeitseinladungen mit QR-Karte auf Leinen, dazu Jasminblüten

Warum überhaupt eine eigene Seite für die Hochzeit?

Die Einladungskarte hat Platz für Datum, Ort und einen Satz. Alles andere fragen die Gäste nach: Wo parke ich?

Gibt es ein Hotel in der Nähe? Darf ich jemanden mitbringen?

Was ziehe ich an? Genau diese Fragen beantwortet eine Hochzeitswebsite einmal, und zwar für alle gleichzeitig.

Der zweite Grund ist die Rückmeldung. Wer Zusagen über Telefon, WhatsApp und E-Mail sammelt, hat am Ende drei Listen und keine Übersicht. Ein RSVP-Formular auf der Seite sammelt alles an einem Ort, inklusive Begleitung und Allergien.

Ich habe für eine Hochzeit in meiner Familie eine solche Seite gebaut: zweisprachig Deutsch und Arabisch, mit Countdown, Programm über drei Tage und RSVP. Was ich dabei gelernt habe, steht in diesem Artikel.

Das fertige Beispiel und mein Festpreis-Angebot finden Sie unter Hochzeitswebsite erstellen lassen.

Die Pflicht-Inhalte: Datum, Ablauf und Orte

Ganz oben gehört das Wichtigste hin: Ihre Namen, das Datum und der Ort. Ein Countdown ist kein Spielerei, sondern das erste, was Gäste anschauen. Er beantwortet die Frage „Wann ist es nochmal?“ ohne Scrollen.

Danach kommt der Ablauf. Nennen Sie jeden Programmpunkt mit Uhrzeit: Trauung, Sektempfang, Essen, Party.

Bei mehrtägigen Feiern, etwa mit Henna-Abend oder Polterabend, hilft eine Tagesübersicht. Gäste wollen wissen, wann sie wo sein müssen und wann sie sich zurückziehen können.

Zu jedem Ort gehören die vollständige Adresse, ein Link zur Route und Hinweise zum Parken oder zum öffentlichen Nahverkehr. Wenn Trauung und Feier an verschiedenen Orten stattfinden, schreiben Sie dazu, wie die Gäste von A nach B kommen und ob ein Shuttle fährt.

  • Namen, Datum, Countdown ganz oben
  • Ablauf mit Uhrzeiten, bei mehreren Tagen als Tagesübersicht
  • Adresse jedes Orts mit Routen-Link und Parkhinweis
  • Ansprechpartner für Rückfragen am Tag selbst (Trauzeuge, nicht das Brautpaar)
Festlich gedeckte Hochzeitstafel im Freien mit Leinen und Kerzen

RSVP: die wichtigste Funktion der Seite

Das Rückmelde-Formular entscheidet, ob die Seite Ihnen Arbeit abnimmt oder nur schön aussieht. Fragen Sie alles ab, was Sie für die Planung brauchen, aber nicht mehr. Jedes zusätzliche Feld kostet Antworten.

Sinnvoll sind: Name, Zusage oder Absage, Anzahl der Personen, Namen der Begleitung, Allergien oder Unverträglichkeiten, Menüwunsch, falls es eine Auswahl gibt, und ein Freitextfeld. Ein Musikwunsch-Feld ist optional, macht aber vielen Gästen Freude und liefert dem DJ eine Liste.

Wichtig ist, wo die Antworten landen. Bei meiner Umsetzung gehen sie per Telegram oder E-Mail direkt an das Paar.

Bei Baukästen sitzen die Daten meist in einem Anbieter-Konto. Prüfen Sie, ob Sie die Liste exportieren können, denn am Ende brauchen Sie sie für die Sitzordnung und den Caterer.

Setzen Sie eine klare RSVP-Frist und schreiben Sie sie sowohl auf die Einladung als auch auf die Seite. Vier bis sechs Wochen vor der Feier ist üblich, weil Caterer und Location dann die endgültige Zahl brauchen.

Hände halten ein Smartphone mit einer Hochzeitseinladung auf dem Bildschirm

Fragen Sie alles ab, was Sie für die Planung brauchen, aber nicht mehr. Jedes zusätzliche Feld kostet Antworten.

Unterkünfte, Dresscode, Geschenke, Galerie und Kontakt

Für Gäste von auswärts gehören zwei bis drei Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen auf die Seite, jeweils mit Entfernung zur Location. Wenn Sie ein Zimmerkontingent reserviert haben, nennen Sie das Stichwort für die Buchung.

Beim Dresscode hilft ein Satz mehr als ein Fachbegriff. „Festlich, gern farbig, bitte kein Weiß“ ist klarer als „Cocktail Attire“. Wenn die Feier im Freien stattfindet, weisen Sie auf Rasen und Absätze hin.

Beim Thema Geschenke sind die Meinungen geteilt. Eine kurze, freundliche Formulierung reicht: ob Sie eine Wunschliste haben, einen Beitrag zur Reise wünschen oder gar nichts erwarten. Einen Link zur Liste können Sie einbinden, ohne dass es aufdringlich wirkt.

Nach der Feier wird die Seite zur Galerie. Ein Foto-Upload für Gäste bringt Bilder zusammen, die sonst in fremden Handys bleiben.

Und ganz unten: eine Kontaktmöglichkeit für Rückfragen, idealerweise eine Person, die nicht das Brautpaar ist.

Die Kür: Eure Geschichte, Musikwünsche, mehrere Sprachen

Pflicht ist erledigt, jetzt kommt das, was die Seite persönlich macht. Ein kurzer Text darüber, wie Sie sich kennengelernt haben, zwei oder drei Fotos, vielleicht ein Wort an die Gäste. Kurz halten: drei Absätze lesen alle, eine Seite liest niemand.

Wenn Familie aus verschiedenen Ländern kommt, ist eine mehrsprachige Seite keine Spielerei, sondern Höflichkeit. Für die Hochzeit von Haroun und Asma habe ich die Seite auf Deutsch und Arabisch gebaut.

Arabisch läuft von rechts nach links, das nennt sich RTL, und das ganze Layout muss sich spiegeln: Navigation, Texte, Programm. Die Sprache wird automatisch anhand der Browsereinstellung gewählt und lässt sich per Klick umschalten.

Das Ergebnis sehen Sie unter Hochzeitswebsite mit Beispiel.

Weitere Kür-Elemente: ein digitaler Umschlag als Intro („Zum Öffnen tippen“), ein Gästebuch, eine Karte mit allen Orten oder ein Bereich für die Trauzeugen mit Infos zu Überraschungen, den nur Eingeweihte per Link sehen.

Kurz halten: drei Absätze lesen alle, eine Seite liest niemand.

Zeitplan: Wann sollte die Seite online sein?

Die Seite sollte stehen, bevor die erste Karte verschickt wird. Denn auf der Karte steht die Adresse oder der QR-Code, und wer den scannt, soll etwas vorfinden.

Save-the-Date-Karten gehen meist sechs bis zwölf Monate vorher raus, die eigentliche Einladung etwa drei bis vier Monate vorher.

Nicht alle Inhalte müssen von Anfang an fertig sein. Beginnen Sie mit Datum, Ort und Countdown. Ablauf, Unterkünfte und RSVP ergänzen Sie, sobald die Einladungen rausgehen. Nach der Hochzeit folgt die Galerie.

ZeitpunktWas auf der Seite stehen sollte
6–12 Monate vorher (Save-the-Date)Namen, Datum, Ort, Countdown, Hinweis „Details folgen“
3–4 Monate vorher (Einladung)Ablauf, Anfahrt, Unterkünfte, Dresscode, RSVP-Formular mit Frist
4–6 Wochen vorher (RSVP-Frist)Erinnerung an die Frist, letzte Infos zu Shuttle und Parken
1 Woche vorherWetterhinweis, Ansprechpartner am Tag, Zeitplan final
Nach der FeierGalerie, Foto-Upload für Gäste, Dankestext

Passwortschutz und Datenschutz

Auf Ihrer Seite stehen Datum, Ort und Uhrzeit einer Feier, bei der Ihr Zuhause leer ist. Dazu kommen Namen, Allergien und später Fotos Ihrer Gäste.

Das gehört nicht offen ins Netz. Ein Passwortschutz ist deshalb Standard.

Das Passwort steht auf der Einladung, die Seite bleibt für Suchmaschinen unsichtbar.

Zum Datenschutz gehört mehr als das Passwort. RSVP-Daten sind personenbezogene Daten.

Fragen Sie nur ab, was Sie brauchen, und löschen Sie die Liste nach der Feier. Bei Fotos gilt: Wer Bilder von Gästen veröffentlicht, sollte vorher fragen, gerade wenn Kinder zu sehen sind. Ein Hinweis im RSVP-Formular oder auf der Einladung genügt oft.

Technisch heißt Datenschutz: keine Google-Schriften vom Google-Server, kein Tracking, keine eingebettete Karte, die beim Laden Daten an Google schickt. Wie das im Detail geht, steht in meiner DSGVO-Checkliste für Websites.

Eine private Hochzeitsseite braucht kein Impressum, sobald aber Gästedaten gesammelt werden, sollten Sie in einem Satz erklären, wofür und wie lange.

Baukasten oder individuell erstellen lassen?

Baukästen für Hochzeitsseiten gibt es viele. Die meisten starten kostenlos und werden mit eigener Domain, ohne Werbung oder mit Foto-Upload kostenpflichtig.

Nach meiner Recherche vom September 2026 liegen die Aufpreise bei den deutschen Anbietern grob zwischen ca. 60 und 200 Euro, teils pro Jahr, teils einmalig. Allgemeine Baukästen wie Wix oder Jimdo kosten ca. 145 bis 200 Euro im Jahr, dazu kommt Ihre eigene Zeit fürs Bauen.

Am anderen Ende stehen Agenturen mit individuellen Hochzeitsseiten ab ca. 1.000 Euro. Dazwischen war der Markt lange leer.

Genau dort setze ich an: eine individuell gestaltete Seite mit Countdown, Programm, Anfahrt, RSVP, Galerie und Passwortschutz zum Festpreis ab 199 Euro, inklusive Domain und einem Jahr Hosting. Mehrsprachigkeit mit RTL, Foto-Upload und QR-Code gibt es im Plus-Paket.

Wann lohnt sich welcher Weg? Ein Baukasten reicht, wenn Sie Zeit haben, eine Vorlage Ihnen gefällt und Werbung Sie nicht stört.

Individuell lohnt sich, wenn die Seite zur Papeterie passen soll, mehrere Sprachen nötig sind oder Sie einfach niemanden haben, der sich abends noch durch Vorlagen klickt. Zum Vergleich der beiden Wege bei normalen Firmenseiten: Wix, Jimdo oder eigene Website?

QR-Code auf der Einladung und die Checkliste

Niemand tippt eine Webadresse von einer Karte ab. Ein QR-Code auf der Einladung führt direkt zur Seite, das Passwort steht daneben.

Achten Sie auf ausreichend Kontrast und mindestens zwei Zentimeter Größe, damit der Code auch auf strukturiertem Papier lesbar bleibt. Bei meinen Hochzeitswebsites ist der QR-Code im Plus-Paket als Druck-Set dabei; ansonsten erzeugen Sie ihn in einer Minute mit einem kostenlosen QR-Code-Generator Ihrer Wahl.

Testen Sie den Code vor dem Druck mit zwei verschiedenen Handys und drucken Sie eine Probe auf dem echten Papier. Zum Abschluss die Liste, die Sie abhaken können:

0 von 13 Punkten abgehakt

Nachgefragt

Häufige Fragen

Was muss unbedingt auf eine Hochzeitshomepage?

Namen, Datum, Orte mit Anfahrt, Ablauf mit Uhrzeiten und ein RSVP-Formular mit Frist. Alles andere, etwa Unterkünfte, Dresscode, Geschenke, Galerie und Story, macht die Seite vollständig, ist aber nicht zwingend.

Wann sollte die Hochzeitswebsite online gehen?

Bevor die erste Karte verschickt wird, also spätestens mit der Save-the-Date. Es reicht, wenn zunächst Datum, Ort und Countdown stehen. Ablauf, Unterkünfte und RSVP ergänzen Sie mit den Einladungen.

Braucht eine Hochzeitswebsite einen Passwortschutz?

Ich empfehle es. Auf der Seite stehen Datum, Ort und Uhrzeit einer Feier sowie Namen und Allergien der Gäste. Das Passwort steht auf der Einladung, und die Seite wird nicht von Suchmaschinen erfasst.

Wo landen die RSVP-Antworten?

Das hängt von der Umsetzung ab. Bei Baukästen liegen sie im Anbieter-Konto. Bei meinen Seiten gehen sie direkt per Telegram oder E-Mail an das Paar und lassen sich als Liste exportieren.

Geht eine Hochzeitswebsite auch auf Deutsch und Arabisch?

Ja. Für die Hochzeit von Haroun und Asma habe ich eine Seite auf Deutsch und Arabisch gebaut, mit gespiegeltem Layout für die Schreibrichtung von rechts nach links. Die Sprache wird automatisch erkannt und ist per Klick umschaltbar.

Was kostet eine Hochzeitswebsite?

Baukästen starten kostenlos und werden mit Domain oder ohne Werbung kostenpflichtig, meist im Bereich von ca. 60 bis 200 Euro. Agenturen beginnen bei ca. 1.000 Euro. Meine individuell gestaltete Seite gibt es zum Festpreis ab 199 Euro inklusive Domain und einem Jahr Hosting.