Ratgeber
KostenWas kostet eine Website? Kostenfaktoren, Marktpreise und versteckte Posten
Zwischen rund 150 Euro im Jahr und 10.000 Euro einmalig liegt alles. Dieser Ratgeber zeigt, woran das liegt, welche Spannen 2026 am Markt üblich sind und welche Fragen Sie vor jedem Angebot klären sollten.

Die kurze Antwort: Es kommt auf den Umfang an
Wer nach „was kostet eine Website“ sucht, bekommt Antworten von 10 Euro im Monat bis 40.000 Euro einmalig. Beides stimmt, und beides hilft nicht weiter.
Eine Website ist kein Produkt mit Listenpreis, sondern eine Dienstleistung. Der Preis hängt davon ab, was die Seite leisten muss, wer sie baut und wie viel Sie selbst übernehmen.
Trotzdem lässt sich der Markt einordnen. Ich habe für diesen Ratgeber aktuelle Preisübersichten deutscher Anbieter ausgewertet und meine eigene Erfahrung aus Projekten wie dem Pizza-Blitz-Bestellsystem oder der Website für das Pistachio Grand Café ergänzt.
Das Ergebnis: Sechs Faktoren bestimmen den Preis, und die meisten Angebote lassen sich anhand dieser Faktoren vergleichen.
Eines vorweg: Meine eigenen Preise nenne ich in diesem Artikel bewusst nicht. Ich arbeite mit einem Festpreis, den Sie vor Projektstart kennen.
Was in diesem Festpreis steckt, klären Sie und ich im Gespräch, weil es vom Umfang abhängt. Genau darum geht es hier.
Die sechs Kostenfaktoren
Ob Baukasten, Freelancer oder Agentur: Am Ende zahlen Sie für Arbeitszeit und Verantwortung. Diese sechs Punkte machen den Unterschied zwischen einem günstigen und einem teuren Projekt aus.
- Umfang: Ein Onepager mit fünf Abschnitten ist schneller gebaut als zehn Unterseiten mit eigener Struktur. Die Anzahl der Seiten ist dabei nur ein grober Anhaltspunkt. Entscheidend ist, wie viele unterschiedliche Layouts und Inhalte entstehen müssen.
- Design: Ein individuelles Design wird für Ihr Unternehmen entworfen. Ein Template wird angepasst. Individuell kostet mehr Zeit, sieht aber nicht aus wie die Seite des Wettbewerbers zwei Straßen weiter.
- Inhalte: Wer schreibt die Texte? Wer strukturiert das Angebot? Wenn Sie fertige Texte liefern, sparen Sie. Wenn der Dienstleister texten, kürzen und für Google aufbereiten soll, ist das Arbeitszeit.
- Fotos und Grafiken: Echte Fotos vom Betrieb wirken besser als Stockbilder. Ein Fotoshooting kostet extra, Bildbearbeitung und Optimierung fürs Web ebenfalls.
- Funktionen: Kontaktformular, Terminbuchung, Online-Bestellsystem, Shop, Mehrsprachigkeit, Kassenanbindung. Jede Funktion muss gebaut, getestet und rechtlich abgesichert werden. Ein Bestellsystem ist ein eigenes Projekt, kein Zusatz-Häkchen.
- Wartung und Hosting: Nach dem Start fallen Domain, Hosting, Updates und Sicherheitsprüfungen an. Das ist der Posten, der bei vielen Angeboten fehlt und später überrascht.
Marktspannen 2026: Was Baukasten, Freelancer und Agentur kosten
Die folgenden Zahlen sind eine Marktbeobachtung, keine Preisliste. Sie stammen aus öffentlichen Preisübersichten deutscher Anbieter (u. a. kopfundstift.de, Stand 15.09.2026, und headon.pro, 2026) und aus eigener Recherche zu Baukasten-Tarifen (trusted.de, 2026).
Regionale Unterschiede, Erfahrung und Auslastung des Anbieters verschieben die Spannen deutlich.
| Variante | Typische Spanne (ca.) | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) | ca. 145–200 € pro Jahr | Vorlage, Eigenarbeit, Hosting enthalten |
| Freelancer, Onepager | ca. 500–1.500 € einmalig | Individuelle Umsetzung, eine Ansprechperson |
| Agentur, Onepager | ca. 1.000–2.500 € einmalig | Team, Projektleitung, meist Template-Basis |
| Freelancer, Mehrseiter | ca. 1.500–4.000 € einmalig | Mehrere Unterseiten, individuelles Design |
| Agentur, Mehrseiter | ca. 3.000–10.000 € und mehr | Konzept, Design, Texte, SEO-Grundlage |
| Online-Shop | ca. 8.000 € und deutlich mehr | Produkte, Zahlung, Versand, Recht |
Stundensatz oder Festpreis: Wie Angebote gerechnet werden
Hinter jedem Angebot steckt eine Kalkulation nach Stunden. Für Freelancer werden 2026 meist ca. 60 bis 120 Euro pro Stunde genannt, für Agenturen ca. 100 bis 200 Euro (headon.pro, 2026; kopfundstift.de nennt 60–80 bzw. 100–180 Euro, Stand 15.09.2026).
Der Unterschied erklärt sich durch Overhead: Büro, Projektleitung, Vertrieb, mehrere Beteiligte.
Ein Angebot nach Stunden ist flexibel, aber für Sie schwer planbar. Wenn während des Projekts Wünsche dazukommen oder Abstimmungen länger dauern, steigt die Rechnung.
Ein Festpreis dreht das um: Der Dienstleister trägt das Risiko, dass er sich verschätzt. Dafür muss der Umfang vorher sauber beschrieben sein.
Ich arbeite ausschließlich mit Festpreis. Das zwingt mich, vor dem Angebot genau hinzuhören: Welche Seiten, welche Funktionen, welche Inhalte liefern Sie, was liefere ich.
Dieses Gespräch ist der wichtigste Teil des Projekts. Danach steht die Zahl, und sie ändert sich nicht, solange der Umfang gleich bleibt.
Dieses Gespräch ist der wichtigste Teil des Projekts. Danach steht die Zahl, und sie ändert sich nicht, solange der Umfang gleich bleibt.
Individuelles Design oder Template?
Ein Template ist eine fertige Vorlage, die mit Ihren Farben, Ihrem Logo und Ihren Texten gefüllt wird. Das geht schnell, und für manche Zwecke reicht es.
Preisübersichten nennen für Template-Websites häufig ca. 500 bis 1.500 Euro (kopfundstift.de, Stand 15.09.2026).
Ein individuelles Design entsteht für Ihr Unternehmen. Struktur, Typografie, Bildsprache und Abläufe werden auf Ihre Kunden zugeschnitten.
Das kostet mehr Zeit, bringt aber drei Vorteile: Die Seite hebt sich ab, sie lädt schneller, weil kein ungenutzter Template-Code mitgeschleppt wird, und sie lässt sich später ohne Einschränkungen erweitern.
Meine Empfehlung: Wenn die Website nur eine digitale Visitenkarte sein soll, kann ein Template genügen. Wenn sie Anfragen bringen soll, lohnt sich individuelles Design.
Denn dann geht es nicht um Optik, sondern um den Weg vom ersten Klick zur Kontaktaufnahme. Mehr dazu unter Website erstellen lassen.

Versteckte und laufende Kosten
Der Einmalpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Diese Posten tauchen in vielen Angeboten nicht auf, fallen aber trotzdem an:
- Domain und Hosting: Je nach Anbieter ca. 5 bis 30 Euro pro Monat für eine normale Firmenwebsite. Bei Baukästen ist das im Tarif enthalten, bei individuellen Seiten kommt es dazu.
- Lizenzen und Plugins: Premium-Themes, Formular-Erweiterungen, Buchungs-Tools oder Bildergalerien kosten oft jährlich. Bei WordPress-Seiten summieren sich schnell mehrere Abos.
- Provisionen: Bestellplattformen, Buchungsportale und manche Shop-Systeme nehmen einen Anteil pro Transaktion. Details dazu im Ratgeber Lieferando-Alternative: eigene Bestellseite.
- Wartung: Updates, Backups, Sicherheitsprüfungen. Wer das nicht einplant, hat irgendwann eine gehackte oder kaputte Seite. Details unter Website-Wartung.
- Änderungen nach dem Start: Neue Öffnungszeiten, neue Fotos, ein zusätzlicher Abschnitt. Klären Sie vorher, ob das im Preis ist, nach Stunden geht oder ob Sie es selbst erledigen können.
- Rechtstexte: Impressum, Datenschutzerklärung, bei Shops AGB und Widerruf. Manche Anbieter liefern Vorlagen, manche verweisen auf Generatoren, manche berechnen es extra.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Ein günstiges Angebot ist nicht automatisch schlecht, ein teures nicht automatisch gut. Achten Sie auf drei Dinge: Ist der Umfang konkret beschrieben?
Steht drin, was Sie liefern müssen? Steht drin, was nach dem Start passiert?
Ein Angebot, das nur „Website, 5 Seiten, responsive“ sagt, lässt sich mit nichts vergleichen. Ein Angebot, das Abschnitte, Funktionen, Korrekturrunden und Übergabe auflistet, schon.
Fragen Sie außerdem nach dem Besitz. Bei manchen Modellen gehört Ihnen die Seite nicht, sondern Sie mieten sie.
Wenn Sie kündigen, ist alles weg. Bei einer individuell gebauten Seite sollten Sie Code, Domain und Inhalte besitzen und den Anbieter jederzeit wechseln können.
Wie sich das im Vergleich zu Baukästen verhält, erkläre ich im Ratgeber Wix, Jimdo oder eigene Website.
Und schauen Sie sich Beispiele an. Nicht nur Screenshots, sondern die Seiten selbst, am Handy.
Über 70 Prozent der Besucher kommen mobil. Wenn eine Referenz auf dem Handy langsam lädt oder ruckelt, ist das ein deutliches Zeichen.
Ladezeit und Grundlagen jeder Seite können Sie mit Google PageSpeed Insights kostenlos selbst prüfen.

Ein günstiges Angebot ist nicht automatisch schlecht, ein teures nicht automatisch gut.
Checkliste: Diese Fragen vor dem Angebot klären
Je genauer Sie diese Punkte beantworten können, desto vergleichbarer werden die Angebote, und desto weniger Überraschungen gibt es später.
Nachgefragt
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen?
Für einen Onepager oder eine kleine Seite mit wenigen Unterseiten werden 2026 am Markt meist ca. 500 bis 2.500 Euro genannt, je nachdem, ob ein Freelancer oder eine Agentur baut und ob das Design individuell ist. Baukästen liegen bei ca. 145 bis 200 Euro im Jahr, dafür machen Sie die Arbeit selbst.
Warum sind Agenturen teurer als Freelancer?
Agenturen haben mehr Overhead: Büro, Projektleitung, Vertrieb, mehrere Beteiligte pro Projekt. Das schlägt sich im Stundensatz nieder, der 2026 häufig bei ca. 100 bis 200 Euro liegt, gegenüber ca. 60 bis 120 Euro bei Freelancern. Die Qualität hängt nicht am Modell, sondern an der Person, die tatsächlich baut.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Mindestens Domain und Hosting, bei einer normalen Firmenwebsite ca. 5 bis 30 Euro im Monat. Dazu können Lizenzen für Plugins oder Themes, Wartung und Änderungen kommen. Bei Baukästen ist Hosting im Jahrestarif enthalten, dafür zahlen Sie dauerhaft.
Was ist besser: Festpreis oder Abrechnung nach Stunden?
Für Sie als Auftraggeber ist der Festpreis planbarer. Voraussetzung ist ein klar beschriebener Umfang. Nach Stunden lohnt sich nur, wenn der Umfang noch offen ist oder es um laufende kleine Aufgaben geht. Ich arbeite mit Festpreis, den Sie vor Projektstart kennen.
Muss ich Texte und Fotos selbst liefern?
Nicht zwingend, aber es spart Geld. Wenn Sie Stichpunkte, Öffnungszeiten, Leistungen und ein paar echte Fotos liefern, kann ich daraus Texte und Bildauswahl entwickeln. Ein professionelles Fotoshooting kostet extra, lohnt sich aber oft mehr als jedes Designdetail.
Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Bei mir sind kleine Projekte in der Regel in ein bis zwei Wochen online, sofern Inhalte vorliegen und Rückmeldungen zügig kommen. Umfangreiche Seiten mit Bestellsystem oder Shop brauchen entsprechend länger. Die häufigste Verzögerung entsteht durch fehlende Texte und Fotos.
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